Ein vorbildliches (Berufs-) Leben von Gottfried Wolf

Die Geschichte von Erfinder Gottfried Wolf
wird Kinder- und Jugendliche motivieren

Die KIT-Initiative ist dem Erfinder Gottfried Wolf auf der internationalen Erfindermesse 2010 in Nürnberg begegnet. Mit der Erfindung Treppenkoffer hat er eine Madallie gewonnen.

Was für eine spannende Lebensgeschichte.
KIT spricht mit Erfinder Gottfried Wolf.

 

KIT
Wie sind Sie Erfinder geworden?

Wolf
Schon als Kind habe ich Interesse an Technik gehabt. Ich habe Morsegeräte gebaut und mit meinem Modellbaukasten kleine Maschienen konstruiert. Als ich mal zu meinem selbstgebauten Raupenfahrzeug keine Raupenketten hatte, hat meine Mutter mir einfach welche gehäkelt. So wurde mein Fahrzeug fahrtüchtig.

Als Maschienenbauingenieur konnte ich sehr kreativ in der Entwicklung und Konstruktion arbeiten und sehr viel Erfahrung in meinem Beruf sammeln. Ich bin als Kind und in meinem Beruf Erfinder gewesen. Als Pensionär bin ich heute weiterhin Erfinder.

KIT
Was haben Sie denn erfunden?

Wolf
Ich habe in meinem Berufsleben als Ingenieur zuerst 13 Jahre lang in einer Paderborner Maschinenfabrik als leitender Angestellter Verpackungsmaschinen, mit aufwendigen kinematischen rein mechanischen Kurvengetrieben, entwickelt und konstruiert  die wir gut verkaufen konntnen.Weitere 28 Jahre war ich  als leitender Angestellter Entwicklungsleiter und Technischer Leiter bei der Fa AXA-Entwicklungs-und Maschinenbau GmbH in Schöppingen tätig.Die Fa.AXA entwickelt und baut aufgaben- und kundenorientierte CNC-Werkzeugmaschinen.Ich war also immer kreativ tätig und darf einige Arbeitnehmer- Patente als meinen Beitrag zur Entwicklung der obig genannten Firmen verstehen. 
 Als Pensionär darf ich ,bereits schon im 7. Jahr ,noch als Berater und Entwickler bei der Fa AXA stundenweise tätig sein. Als Pensionär  bin ich weiterhin Erfinder. Aktuell habe ich ein Fortbewegungsmittel und einen "Treppenkoffer" erfunden. Letzterer ist eine Weiterentwicklung des Rollenkoffers, wobei mit der integrierten Vorrichtung im Kofferrücken dieser kräftesparend , mit der halben Kraft seines Gewichtes, eine Treppe hinauf und herunter transportiert werden kann.

KIT
Wie viele Patente haben Sie denn beim Patentamt angemeldet?

Wolf
Unsere Firma hat nur selten für die konstruierten Werkzeugmaschienen Patente angemeldet. Sie müssen wissen, dass man mit einer Patentanmeldung der Konkurenz die Neuerung erst recht bekannt macht.Natürlich sind auch einige Patente angemeldet und auch erteilt worden Ich selbst habe Privat,außerhalb der Firmen, 3 Patentanmeldungen eingereicht, wobei für die Raumeckenuhr TRIACHRON  bereits
das internationale Patent  erteilt wurde.

KIT
Mit welcher Schulausbildung sind Sie Ingenieur geworden?

Wolf
Ich hatte acht Jahre Volksschule absolviert und habe mich über den 2. Bildungsweg hochgearbeitet. Neben meinem Maschinenbaustudium waren vor allen Dingen mein Fernstudium in Mathematik und Maschinenbau beim Christiani Verlag maßgebend. Hier habe ich den Lehrstoff erst so richtig verstanden.

KIT
Warum ist die Fa. AXA, in der Sie 28 Jahre , zuzüglich 6 Jahre als Pensionär, gearbeitet haben, so erfolgreich? 

Wolf
Wir haben unsere Firma durch viele neue Ideen am Markt konkurenzfähig halten können. In meiner Zeit ist die Fa. AXA  von 35 auf 400 Mitarbeiter gewachsen. Unsere relativ kleine Firma war am Markt immer  dynamischer als die großen Maschinenbaufirmen.

KIT
Was halten Sie von den Ideen der KIT-Initiative?

Wolf
Wir werden in den nächsten Jahren in Deutschland  einen deutlichen Fachkräftemangel erleben. Die Idee der KIT-Initiative, neben Sport- und Musikvereinen auch Technik- und Handwerkvereine zu haben, ist sehr gut. Aufgrund der Analogien, verstehen die Menschen die Idee der KIT-Initiative.

Da ich als Pensionär etwas Zeit habe, bin Ich mit großer Freude Mitglied in der KIT-Initiative geworden. Ich werde mich in der Kinder- und Jugendarbeit engagieren. Als Erstes werde ich mit meinem Enkelkind und Nachbarkindern Morsegeräte bauen. So wie ich es als Kind auch getan habe. Mit zwei pensionierten Berufskolleg Lehrern zusammen, werde ich in Schöppingen Technikprojekte für Kinder entwickeln und durchführen.

KIT
Herr Wolf, wir danken Ihnen für das Gespräch.