KIT Kurzportrait Heidemarie Mund

KIT Kurzportrait Heidemarie Mund
Autor: Dr. Birgit Ebbert

KIT-Partner Heidemarie MundJeder Mensch ist ein Original

„Abenteuer“ – das ist ein roter Faden, der sich durch das Leben von Heidemarie Mund zieht. Schon als Kind ist sie gerne auf Bäume geklettert und hat die Natur erobert, später hat sie in Frankfurt einen Pfadfinderstamm der Christlichen Royal Rangers gegründet und mit den Kindern und Jugendlichen im Wald geschlafen, am Lagerfeuer gesessen und das Abenteuer der freien Natur genossen.

Kinder und Jugendliche sind es, die sie auch heute noch begeistern und für die sie lebt. 10 Jahre hat die Diplom-Betriebswirtin und Lehrerin junge Menschen unterrichtet, in der Institution Schule ihre Fähigkeiten und Begabungen gefördert und ihnen Mut gemacht, sich selbst zu leben.

Im August 2010 hat sie schließlich ihr größtes Abenteuer gewagt, sie hat sich selbstständig gemacht, um sich ganz der Förderung von jungen Menschen zu widmen. Mit ihrem Institut „Firmamus“ möchte sie Kindern und Jugendlichen helfen, ihre Begabungen zu entdecken, zu entwickeln und in der Lebensplanung zu berücksichtigen. Der Name des Instituts ist zugleich sein Credo: Firmamus kommt aus dem Lateinischen und heißt „wir ermutigen“.

„Jeder Mensch ist ein Original, das würdig ist, gefördert und wertgeschätzt zu werden“, findet Heidemarie Mund. Ihr Ziel ist es, das Beste aus den jungen Menschen herauszuholen, auch aus denjenigen, denen niemand etwas zutraut und die sich oftmals selbst nichts unterschätzen.

Die Unternehmerin bezeichnet sich selbst als Pionierin und Visionärin. Sie sieht Zusammenhänge, die andere oft (noch) nicht für wichtig halten und engagiert sich dafür, dass ihre Visionen wahr werden. Das geht nur durch ständigen Wandel, durch Veränderungen und nicht dadurch, dass man an Althergebrachtem festhält, auch wenn es keine guten Früchte bringt. So ist es nicht verwunderlich, dass Heidemarie Mund den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt hat, um mit einem Ermutigungs-Institut jungen Menschen zu helfen, ihre Begabungen zu finden und für ein glückliches Leben einzusetzen. Denn „Talente-Förderung ist eine Voraussetzung zum Glücklichsein. Allgemeinwissen ist gut, aber darauf muss die individuelle Förderung der Begabungen jedes Einzelnen folgen!“

Noch bewegt sich in den herkömmlichen Bildungseinrichtungen wenig in diese Richtung. Alle sehen die unzufriedenen Eltern und frustrierten Schüler, die überforderten Lehrer, die z. T. vorzeitig in den Ruhestand gehen, weil sie ausgebrannt sind. Eine neue Lehrerbildung müsste her, findet Heidemarie Mund, eine Lehrerbildung, in der Lehrer für die Bildung im 21. Jahrhundert befähigt werden. Denn ein Lehrer, so sagte schon der Ministerpräsident von Brandenburg, Matthias Platzek „hat den Rohstoff des Landes in der Hand.“ Das bedeutet nicht, noch mehr Wissen anzusammeln, sondern sich auf die Basis des Lehrerdaseins zu besinnen, auf die Liebe zu und das Interesse an jungen Menschen. Dazu gehört sicher auch, dass Lehrer so sind, wie Wegbegleiterin Heidemarie Mund beschreibt: authentisch, zum Anfassen, engagiert, empathisch und wahrhaftig. Dann können Lehrer vieles mehr bewegen, glaubt die Visionärin, denn Lernen ist und bleibt wichtig. So ist denn auch ihr Ratschlag an junge Leute: „Lernt, so viel ihr könnt. Lernt, solange ihr noch jung seid. Setzt das Gelernte niemals gegen Menschen ein, sondern immer für das Wohl anderer. Und schwimmt auch mal gegen den Strom, selbst wenn es etwas kostet.“

Um Mitstreiter auf dem Weg zu ihren Visionen zu finden, ist Heidemarie Mund zur KIT-Initiative gekommen. Besonders gefällt ihr, dass diese „genau wie ich zum Ziel hat, junge Menschen in ihrem Potenzial zu fördern, manchmal auch auf ungewöhnliche Art und Weise.“ (Birgit Ebbert)